Ver-Rückt

Die Hysterie nimmt immer neue Ausmaße an. Das sollte freilich niemanden überraschen, aber bemerkenswert ist es doch. Da behauptet eine Erlangerin, die stets der Meinung ist, der (politische) Islam werde unfair dargestellt, daß ihr Recht auf freie Meinungsäußerung beschnitten wird – nur weil sie einen Strafbefehl erhalten hat. Und wofür bekam sie den? Man erinnere sich: In einem deutschen Gerichtssaal wurde eine Ägypterin von einem üblen Subjekt, einem sogenannten Rußlanddeutschen, der wegen Beleidung angeklagt war, erschossen. Auf den Lärm hin rannte ein Polizist in den Saal, zog seine Waffe – und schoß auf den Ehemann der Getöteten anstatt auf den Schützen, weil er den sich über das Opfer beugenden für den Täter hielt. So weit, so schlimm. Was aber nun tut dieses Doktorlein Schiffer? Es geht hin und posaunt in die Welt hinaus: Der Polizist habe dies “aus rassistischen Gründen” getan. Wenn man darüber einmal kurz nachdenkt, fällt einem auf: das unterstellt so ganz nebenbei, daß er es willentlich tat, also: mit Vorsatz. Das ließ der Polizist nicht auf sich sitzen. Geirrt? Ja, schlimm genug. Aber mit Absicht aus Rassismus auf den ägyptischen Ehemann geschossen? Nein, das ist dann doch zuviel. Und weil jene Frau Schiffer es nicht fragte, sondern behauptete, ging der Polizist dorthin, wo man Recht bekommt, nämlich vor Gericht, und er bekam Recht. Die Schifferin aus Erlangen darf das nicht mehr behaupten, und sie muß eine Geldstrafe entrichten, weil sie den Polizisten einen Rassisten nannte. Anstatt nun also in sich zu gehen und zu überlegen, ob sie nicht doch zu weit gegangen ist in ihrem Haß auf alles, was nicht islamisch ist, – was tut sie da? Sie wähnt sich die verfolgte Unschuld. Ihre Meinungsfreiheit sei beschnitten – als ob Lügen über Tatsachen von der Meinungsfreiheit gedeckt wären (dann hieße sie ja Tatsachenfreiheit…). Nicht nur – schlimmer noch: ihre wissenschaftliche Freiheit sei beschnitten. Denn dazu gehöre auch das “freie Spekulieren”. Aha. Nun, in ihrem Wahn nahm sie vielleicht nicht mehr wahr, daß sie nicht spekulierte, ob der Polizist vielleicht aus diesem oder jenem Grund seine Waffe auf den Falschen richtete – nein, sie spekulierte nicht, sie behauptete es. Und Lügen über Tatsachen können nun einmal strafbar sein, sei es im Zusammenhang mit Beleidigung, mit übler Nachrede, mit Betrug und anderem mehr. Das hat ihr bestimmt auch jemand mal erklärt. Aber anstatt diese ganz normale Sachlage zur Kenntnis zu nehmen – was tut diese von Henryk M. Broder in unnachahmlicher Weise zu einer Art Vorsitzenden der Reichskulturkammer h.c. ernannte Zeitgenossin? Klar – sie organisiert Widerstand. Klingt knorke, ist dufte. Machen wir Widerstand. Zwar gelang es ihr nicht, ihr privates Unternehmen, das der Huldigung des politischen Islam-Faschismus dient, als Institut der Uni Erlangen auszugeben (sie nannte es “an der Uni Erlangen” – lächerlich – das darf sie nun nicht mehr), aber den Erlanger Stadtrat, den spannte sie erfolgreich dafür ein. Der ist nun mehrheitlich entsetzt über die Beschneidung der Meinungsfreiheit in unserem Land. Klar – wenn man sich mit Tatsachen nicht auseinandersetzt, ist es leicht, entsetzt zu sein. Und so organisierten Schiffers Abhängige (vulgo: Angestellte – aber wo sollen sie denn, außer zur NPD oder zu Frau Wagenknechts Büro sonst hin, wenn sie ihre Stelle verlieren?) eine Unterschriftensammlung. Der Text trieft vor Selbstgerechtigkeit und Betroffenheit, vor ekelerregender Heuchelei und Bigotterie. Unterschrieben haben die üblichen Verdächtigen. Die Berufsbezeichnungen der Liste lesen sich famos. Dort sind also folgende Berufe vertreten: Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, Vorsitzender (“1.”) eines “Arabischen Museums”, natürlich massenweise SPD- und Grüne-Stadträte Erlangens (allerdings auch einer von der CSU, aber der heißt dafür Mehmet Sapmaz), ein Yoga-Trainer, der Betreiber eines Anti-Kriegs Cafés (herrlich! was es nicht alles gibt!), eine “Friedensarbeiterin” aus Nürnberg (auch fein! Friedensarbeiter sind vermutlich so erfolgreich wie Friedensforscher: Laß sie an einen Konflikt ran, und er eskaliert mit Sicherheit…), absurde Redakteure von marxistischen Zeitschriften, die schon in den 80ern nur von Menschen ohne Sexualleben gelesen wurden, ein Bube von attac, ein “Forscher” (sind wir nicht alle ein bißchen Bluna?), ein Linke-MdB (das paßt, wie immer!), ein “Journalist, Autor, Dissident” (Dissident! In Deutschland!), ein Mensch, der davon lebt, islam-korrekte Schwimmkleidung für Frauen zu verkaufen und gleich seine Internet-Adresse in die Unterschriftenliste integriert (Modell Burkini derzeit zum Frauentag im Sonderangebot!), noch eine Yoga-Lehrerin, eine “Planerin” (?), eine “interkulturelle Trainerin” (?), ein “Mensch” (?), eine “Geschlechterforscherin” (? sind wir das nicht alle? – dieser Herrenwitz mußte sein), ein Oberfeldwebel namens Ergin Demir, eine “Mutter” (?), die Initiatoren eine Rollenspielsucht-Hilfe (???), ein “Diplom-Übersetzer”, eine “PR-Fachfrau”….

Was soll man da, was will man da noch sagen? Es ist ver-rückt. Manche Dinge und viele Menschen sind nicht mehr an der Stelle, an die sie gehören.

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