Verlorene Orientierung

Der Frühling ist gekommen, der Irrsinn feiert fröhliche Urständ’. Zweierlei Großereignisse gilt es heute zu benennen.

Gesine Lötzsch und Klaus Ernst, die kommenden Führer der Linken, wollen die Mordquote senken

Man lese hier http://www.welt.de/politik/deutschland/article6840272/Linke-will-durch-Umverteilung-Mordrate-senken.html und staune. Man nehme denen, die etwas haben, und gebe denen, die keine Lust haben, sich zu bilden, zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und so weiter, und schon sinkt die Mordquote. Ganz famos. Viel blöder geht es nun wirklich nimmer. Man nehme zur Kenntnis: Die Zahl der Morde hat sich in den letzten zwanzig Jahren mehr als halbiert. Wir haben eine bemerkenswert geringe Zahl dieser Straftat, im europäischen wie im weltweiten Vergleich. Aber die Linke hat sich durch die Realität ja noch nie in ihrem Daueramoklauf behindern lassen – man erinnere sich an den unseligen Erich Honecker: ‘Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs’ noch Esel auf’. Ist schon recht, Erich.

Jedoch gilt genau der gegenteilige Ansatz; schließlich werden in Deutschland kaum Straftaten aus Armut heraus begangen, sondern die meisten Delikte aus einer Mischung aus Gier, einerseits, und aus der Unlust beziehungsweise dem Unvermögen andererseits, sich gefälligst anzustrengen. Das Gesocks unserer Gesellschaft stiehlt nicht, um Essen zu haben, es schlägt nicht andere zusammen, um trocken und warm zu wohnen, es tötet nicht, um Kleidung zu bekommen – sie stehlen, um ein neues Handy, eine Playstation oder etwas anderes Cooles zu bekommen, sie schlagen andere zusammen aus Frust über die als ausweglos empfundene Situation, in die sie sich selbst gebracht haben: durch Unlust zu Lernen, durch Unvermögen, eine Ausbildung durchzustehen, durch ein perverses Gefühl, daß sie einen Anspruch hätten, von der Gesellschaft von der Wiege bis zur Bahre alimentiert zu werden. Dieser Anspruch wird natürlich von vielen befeuert: ver.di, die Linke (und man vergesse nie, daß die Partei ‘Die Linke’ die Nachfolgerin von Honeckers Verein ist!), und von allen, die vom Bodensatz dieser Gesellschaft sich etwas versprechen – also versuchen sie, ihr Klientel erstens zu vergößern und zweitens zornig zu machen. Schon die famose Gesine Schwan faselte vor der dankenswerterweise für sie unerfreulich endenden letzten Wahl des Bundespräsidenten von ‘Unruhen’. Unruhen! Bei uns! Wogegen denn? Soll das Prekariat nun die eigene Unlust, die eigene Antriebslosigkeit zum Anlaß nehmen, gegen die vorzugehen, die lernen, sich bemühen, arbeiten – und sich dann folgerichtig etwas leisten können?

Ernst und Lötzsch hätten in den 80ern dank des Radikalenerlasses nicht einmal Briefträger werden können (damals waren Briefträger noch Beamte, und Beamter konnte nicht werden, wer einer verfassungsfeindlichen Organisation angehörte, und damals wurde die SED als verfassungsfeindlich eingestuft – ach, war das schön…). Pardon übrigens an alle Briefträger für das ‘nur’, aber wer guten Willens ist, wird die Zielrichtung verstehen und nicht als Herabsetzung von Briefträgern begreifen.

Die Linke führt uns wieder zur Diktatur, zur Unfreiheit und zur Armut. Sozialismus ist, wenn die Menschen gegängelt werden, wenn Eigeninitiative behindert wird, wenn alle immer unfreier und immer ärmer werden. Die Beispiele haben wir ja noch vor Augen: Kuba, Nordkorea, Rumänien, Sachsen-Anhalt. Wie überhaupt irgend jemand so blöde sein kann, einem ähnlichen Modell nachzueifern, entzieht sich dem Verstande. Sozial hingegen wäre es, den Menschen Raum zur Entwicklung zu lassen, das natürliche Streben nach Gewinn und Vorteil freizusetzen, aber so auszugestalten, daß vom Erfolg der vielen Einzelnen auch die Gesellschaft profitiert. Die anderen – die, die nur nicht mögen – mögen dann auch mit den Konsequenzen ihrer asozialen Lebensführung zurechtkommen. Sozial ist, was das Volksvermögen vermehrt. Sozialismus macht arm. Quod erat demonstrandum.

Pappnasen protestieren. Peinliche Performance.

  • Prof. Dr. Wolfgang Benz (der unfähige Direktor des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, der nicht merkte oder vergaß, daß er bei einem alten Nazi lernte)
  • Prof. Dr. Micha Brumlik (ein besonderes Exemplar des Typus ‘sich bei Antisemiten anbiedernder Jude’)
  • Anneliese Buntenbach (DGB-Vorstand)
  • Günter Grass (SS-Mann und vergreisender Nobelpreisträger)
  • Prof. Dr. Gesine Schwan (trotz Anbiederns bei den Linken und halbherzigem Aufruf zu sozialen Unruhen zweimal nicht zur Bundespräsidentin gewählte Nervensäge)
  • Prof. Dr. Rita Süßmuth (ehemalige Bundestagspräsidentin)
  • und viele andere

unterschrieben nebst manch anderen einen Aufruf “Rassisten sind eine Gefahr, nicht Muslime!” und wettern darin gegen die sogenannten “Rechten”, die sich kritisch mit dem politischen Islam auseinandersetzen. Die “Rechten” à la NPD und ähnlichen Vereinen, die zu ihrem Leidwesen zwar mit Schwarz-Weiß-Rot, aber nicht mit dem Hakenkreuz spazieren gehen dürfen, können sie damit nicht meinen – denn die sind im großen und ganzen mit dem politischen Islam zufrieden, sind sie doch in ihrem Haß auf Israel und die USA, auf die Juden und auf jeden, der weiter als bis zehn zählen kann, Brüder im Geiste. Gemeint sind Medien wie Cicero, (teilweise) die Neue Zürcher Zeitung oder die Achse des Guten (www.nzz.chwww.achgut.com).

Und hier nun fängt das Lügen, Verstellen und Verdrehen an, hier nun wird manipuliert und ein übler Mißbrauch der Begriffe betrieben. Keiner der so Attackierten hat ein Problem mit dem Islam als Religion des Einzelnen. Wogegen diese Medien und viele, mittlerweile dankenswerterweise immer mehr Menschen auftreten, das ist der politische Islam. Das ist: die Scharia, Zwangsverheiratung, Beschneidung von Mädchen, Niedermetzeln Andersdenkender oder Andersgläubiger oder überhaupt Anderer, das sind Dinge wie das widerspruchslose Akzeptieren der Niedermetzelung, der Tötung von 500 Christen durch Moslems mit Äxten und Macheten an einem (!) Tag in Nigeria – siehe unten –, das ist das Bestreben, aus dem Islam in Deutschland keine (zurecht) geschützte Angelegenheit der Moslems, sondern eine Art zweite Leitkultur machen zu wollen, die alle – Moslems wie nicht Nicht-Moslems (also: Minderwertige) – zu akzeptieren haben. Polit-Moslems stimmen dem Kranken aus Teheran, Ahmadinedschad, zu, daß Iran die Atombombe haben soll? Dann darf der deutsche Gutmensch, der gerne den ganzen Tag gegen die Restlaufzeiten unserer Kernkraftwerke wettert, natürlich nicht abseits stehen und fordert die Bombe für Iran.

Was all diese Unterzeichner jenes Aufrufes http://www.proasyl.de/fileadmin/fm-dam/f_Presse/Erklaerung_Rassisten-sind-eine-Gefahr.pdf vergessen haben, ist, daß sie damit das Wichtigste verraten, was wir in Deutschland haben: die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Es ist wohl schon zu normal, zu banal – kaum jemand scheint sich über die täglichen Angriffe aufzuregen. Es ist ja aber auch langweilig – muß nicht mal etwas Neues her?

Nein, verdammt noch einmal. All diese Dampfplauderer werden sich ganz schön umsehen, wenn ihre Forderungen Erfolg haben. Dem Günter Grass kann’s ja egal sein – der sitzt dann schon lange bei seinen alten SS-Kameraden an Odins Tafel und muß so mitansehen, daß unter anderem auch seine Bücher nicht mehr gedruckt werden dürfen. Aber wieso nimmt sich dieser alte Narr, zusammen mit all den anderen verantwortungslosen Grundgesetzverrätern, das Recht heraus, den Nachkommen das wichtigste zu nehmen, was diesem Staat Grundlage, Bestand, relative Sicherheit und Wohlstand gibt? Warum schätzt er es nicht wert? Weil er schon vor 55 Jahren mit der Waffe gegen Freiheit, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit eingetreten ist? Man sollte meinen, er hätte gelernt. Aber nein, er ist ein einziges Versagen.

All diesen Pappnasen fehlt die Orientierung. Es ist daran zu arbeiten, daß sie sie wiedererlangen, solange sie noch existiert.

 

Nachtrag

Während ich diesen Eintrag zur Korrektur las und veröffentlichte, drangen von draußen – ich wohne in Nürnbergs Altstadt – die Parolen einer Demonstration durchs Fenster herein: “Hoch die internationale So-li-da-ri-tät!”. Lange nicht mehr gehört, gleich wieder erschrocken. Wer internationale Solidarität bräuchte – als demokratischer Rechtsstaat, der von den Scheindemokratien, Theokratien und Unrechtsstaaten rundum in seiner Existenz bedroht wird –, das wäre Israel. Ich sollte mir also eine Israel-Flagge nehmen (aber ich habe gar keine) und mich der Demo anschließen – sollte man meinen, wenn die skandierten Worthülsen einen Kern von Aufrichtigkeit enthielten. Aber nein – das erspare ich mir heute. Eigentlich meinen die Schreihälse damit doch nur: ‘Gib mir gefälligst, was ich will’. Ja, ja, auch die Gier kann sozialistisch sein. Widerlich. – Aber: Dafür, daß diese Zeitgenossen auf die Straße gehen dürfen, setze ich mich jederzeit ein. Ich zweifle nur daran, daß sie es ebenfalls täten.

Advertisements

One Response to Verlorene Orientierung

  1. Pingback: Tschüß, Gesine. Tschüß, SED. « André Freud

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: