Die sind halt so. Na, dann…

Der Einfachheit halber nennen wir jetzt mal Katholiken, Protestanten, Juden, Hindus, Drusen, Ba’ai, Atheisten, Naturgläubige uns so weiter a, b, c, d und so weiter. Außerdem haben wir die weltlichen, liberalen Moslems, die Masse der durchschnittlichen Moslems und die Masse der islamistischen Moslems.

Überall auf der Welt klappt das Zusammenleben zwischen a, b, c… ziemlich gut. Und zwar sowohl dann, wenn sie in einem Land kunterbunt zusammen leben als auch dann, wenn zwei Länder aneinander grenzen, und die einen sind a, die anderen b. Natürlich – es gibt auch einmal Streit, das ist menschlich und unvermeidlich. Wenn aber Streit entsteht, dann wird dieser (inzwischen, wie zuzugeben ist) mit den Mitteln der Politik ausgetragen. In den meisten Fällen spielt es auch gar keine Rolle mehr, ob die einen a sind und die anderen b. Freilich, das war auch einmal anders. Heute aber ist es so. Die Spannungen zwischen Polen und Rußland haben nichts damit zu tun, daß die Polen mehrheitlich katholisch sind und die Russen überwiegend entweder orthodox oder atheistisch – das wird im Ernst auch niemand behaupten wollen. Es ist jedem so offensichtlich, daß Religion bei den Spannungen keine Rolle spielt, daß man es nicht einmal ausspricht. Oder nehmen wir New York – die Stadt der Welt, in der mehr Juden leben als in jeder anderen Stadt. Kaum jemals kommt es zu einem Konflikt in der New Yorker Stadtpolitik, bei der die Juden auf der einen Seite sind und die anderen auf der anderen Seite – es gibt diese Zuordnung beinahe nicht, denn die Menschen haben zu ihrer Religion ein abstrahierendes Verhältnis erlangt.

Sobald aber Moslems dabei sind, fängt diese Art der Probleme an, die Menschen zu beschäftigen. Das müssen gar nicht Islamisten sein, das ist auch bei der Masse der Moslems schon oft der Fall. Und wenn die Islamisten dazu kommen, dann braucht’s gar keine Gruppen a, b, c… mehr, dann bricht schon untereinander Krieg, Bürgerkrieg, Menschenschlachten aus.

Sicher, es gibt ein paar wenige Ausnahmen. Jener linksfaschistische Diktator Venezuelas beispielsweise, Chavez mit Namen, oder die Steinzeitkommunisten Castro und Kim Jong-Il. Aber deren Politik, sich an die Seite islamistischer Staaten, insbesondere des Iran zu stellen, ist natürlich im Wesentlichen Machtkalkül – vor allem aber wird es nicht von den Bevölkerungen jener Staaten getragen, die an einer freien Meinungsäußerung gehindert werden.

Wenn man aber feststellt, daß es weit überwiegend die Moslems sind (von den moderaten abgesehen), die auf der Welt für viel Ärger sorgen – ohne daß ihnen jemand etwas tut, solange sie nicht gerade Völkermord begehen oder planen –, dann muß man doch fragen:

  1. Womit hängt das zusammen?
  2. Was kann man tun?

Die Zusammenhänge

Zunächst, und mit Hinblick auf Thilo Sarrazins Buch ist festzustellen: Moslems teilen keine besonderen Gene miteinander. Es ist also keine Veranlagung, die sie anders sein läßt. Was aber ist es dann? Es erschließt sich der Zugang zur Antwort, wenn man Unterschiede zwischen den Religionen a, b, c… und dem Islam sucht; man wird nämlich fündig. Wobei das Wesen dieser Unterschiede nicht vorrangig der Religion als solches entspricht, sondern den soziokulturellen Begleitumständen, die sich überall dort etablieren, wo der Islam gelebt wird (vom liberalen Islam, wie er beispielsweise in Indonesien noch dominiert, wird hier und nachfolgend abgesehen). Es gibt einen Kern des Islam, der – ob nun im Koran so festgelegt oder auch nicht – diese Religion von den anderen Unterscheidet. Da ist zum einen und an vorderster Stelle zu nennen die Stellung der Frau. Daß Frauen innerhalb der islamischen Religionsgemeinschaft keine theologischen Ämter einnehmen können, ist eine Sache – daß sie es aber auch im normalen Leben nicht dürfen, ist eine ganz andere. Viele Religionen reglementieren und begrenzen den Zugang zu ihren Ämtern; auch die Unterscheidung nach dem Geschlecht ist nichts besonderes. Damit wird nicht gesagt, daß sie gut sei – aber etwas anderes wird festgestellt: die anderen Religionen beschränken sich darauf, die Rolle der Frauen innerhalb der Religion zu begrenzen, versuchen aber nicht, sie auch außerhalb des religiösen Raumes zu reglementieren.

Das ist im Islam grundsätzlich anders. Hier ist Frauen im Wesentlichen nichts erlaubt. Natürlich – all diese Aussagen sind simplifiziert. In Pakistan gab es weibliche Präsidenten. Jedoch kann das erstens getrost als Ausnahme angesehen werden; zum zweiten aber wage ich zu bezweifeln, daß im heutigen Iran eine Frau noch ins höchste Staatsamt kommen könnte.

Im Islam dürfen Frauen oft auch nicht arbeiten, jedenfalls nicht dort, wo sie mit anderen Menschen, besonders der Unterart Männer, zusammentreffen könnten.

Außerdem findet man im Islam noch Strukturen, die wir kaum nachvollziehen können, so überholt erscheinen sie uns. Gemeint ist das Zusammenleben in Form von Stämmen, Clans, Familien. Das hat eine Bedeutung, die wir kaum kennen. Das aber ist zugleich einer der Gründe, warum islamische Staaten oft so schwach sind. Radikal erleben wir das in dieser Zeit in Afghanistan, aber auch im Irak ist die Bedrohung durch solche Zustände noch nicht gebannt.

Das läßt folgenden Schluß zu: Der Islam – also der tatsächlich gelebte Islam, nicht notwendigerweise die eigentliche Religion – beinhaltet Aspekte, die mit dem modernen Leben nicht vereinbar sind. Frauen als Besitz, ein unterentwickeltes Staatswesen – das deutet auf Strukturprobleme hin, die nicht mit sanften Verbesserungen, sondern nur mit einer radikalen Umwälzung überwunden werden können.

Der Lösungsansatz

Es steht niemandem zu, den Moslems zu sagen, wie sie unserer Meinung nach zu leben hätten. Im Allgemeinen gilt daher: to live and let live. Das endet erst dort, wo die Moslems selbst andere nicht leben lassen – wie etwa im Irak, wo unter anderem die Kurden dahingemordet wurden, oder in Afghanistan. Auch dort haben wir zwar das Recht und die Pflicht, dem Aggressor die Waffe aus der Hand zu schlagen, aber nicht das Recht, den Menschen eine andere Lebensart zu bringen. Darauf werden sie schon selbst einmal kommen. Zum Ausderhandschlagen der Waffe gehört unter Umständen auch weiteres Handeln, damit eine Wiederholung nicht geschehen kann – das ist, was im Irak vermutlich gelingen wird und was in Afghanistan noch ganz unklar ist.

Da es uns und niemandem außer diesen Menschen selbst nicht zusteht, die Religion oder deren soziokulturelle Aspekte zu ändern, bleibt uns nur eines: uns fernzuhalten. Je aggressiver sie werden, desto mehr müssen wir uns freilich schützen. Am Auslösen eines Nuklearkrieges aber beispielsweise sind sie zu hinder. Das iranische Atombombenprogramm ist zu stoppen, natürlich auch erforderlichenfalls mit Gewalt.

Wir sollten denen, die uns die Hand reichen, auch aufgeschlossen begegnen. Jenen aber, die wie dieser ja nun wirklich kaum noch anders denn als durchgeknallter Despot Ghaddafi zu bezeichnender libyscher Tyrann, die hier bei uns in Europa den Islam missionieren wollen, jenen, die immer und sofort beleidigt sind, wenn man einmal etwas anspricht – wie beispielsweise die weitgehend erfolgreiche Ausrottung der Armenier durch die Türken im Schatten des Ersten Weltkriegs, all diesen der Weltgemeinschaft böse gesonnenen, muß Abstand gehalten werden, damit wir nicht ihre nächsten Opfer sind.

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