Nicht an ihren Worten, an ihren Taten sollt ihr sie messen

Es ist Unfug, wenn immer wieder gesagt wird, der Islam sei eine Religion des Friedens. Da mag der Gruß Salam Frieden bedeuten, da mag immer wieder auf die friedvollen Aspekte hingewiesen werden – das alles gibt es und ich anerkenne es auch; es ist keineswegs alles nur Camouflage. Aber an den Taten gemessen, stelle ich fest: der real gelebte Islam (Islam hier nicht auf den religiösen Aspekt beschränkt, sondern als sozio-kulturelle Gemengelage) ist nicht friedlich.

Wo islamische an nicht-islamische Staaten grenzen, gibt es weltweit viele Konflikte, die militärisch, terroristisch ausgetragen werden. Afghanistan, Tschetschenien, Jordanien, Syrien, Libanon, Somalia – die Liste ist lang. Mir fällt im Moment trotz aufrichtigen Bemühens kein interstaatlicher, bewaffneter Konflikt ein, bei dem nicht einer der beteiligten Staaten ein islamischer wäre. Nun möge man aber bitte nicht einwenden, daß es immer die islamischen Staaten seien, die angegriffen würden! Im Nahost-Konflikt sind es die islamischen Staaten, die den Krieg begannen. Im Irak war es Saddam Hussein, der erst den Iran angriff, dann Kuweit, dann Israel bedrohte. Nun ist es der Iran unter dem Perversen Ahmadinedschad, der wiederum ein Land bedroht, das ihm und seinem Staat nichts getan hat: Israel. Und so setzt sich das ganze traurigerweise fort.

Es sind vor allem die Bürger der islamischen Staaten, die unter der worst gouvernance solcher “Staatsmänner” wie Ahmadinedschad, Ghadaffi, al-Assad, al Baschir und wie sie alle heißen mögen, zu leiden haben. Also sind es auch sie selbst, die sich dieser Regime zu entledigen haben; das Ausland kann und wird immer nur dann aktiv werden, wenn es selbst konkret oder, dann aber in erheblichem Maße, abstrakt bedroht ist.

Vor allem ist es dringend geboten, daß die Masse der Moslems sich gut vernehmlich von denen distanziert, die Gewalt im Namen Allahs verüben. Wenn sie es nicht tun, wenn sie es vor allem dauerhaft nicht tun, dann mögen sie sich nicht beschweren, wenn man sie argumentativ mit in einen Topf wirft mit jenen anderen. Das wiederum ist zwar auch ein Messen an Worten, aber eben auch an Taten, denn was hier unter anderem zum Himmel stinkt, ist die Tat des Finanzierens. Die Geldströme, die täglich via WesternUnion und auf andere Weise aus dem verhaßten Westen in die den Terror unterstützenden oder duldenden Staaten gehen, sind ein konsequentes Aufmunitionieren jener Kräfte, die wir alle fürchten, denen wir uns alle entgegenstellen sollten.

(Der Tiel ist eine häufige Formulierung, deren Ursprung im Neuen Testament, 1. Joh. 2, 1-6, zu finden ist)

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3 Responses to Nicht an ihren Worten, an ihren Taten sollt ihr sie messen

  1. Helper says:

    Ich kann da bei den innerstaatlichen Konflikten ohne böse Muslime weiterhelfen: Kolumbien (Farc, ELN, Todesschwadronen), Mexico (Drogenmafia und EZLN), Kongo (Diverse), Burma (Karenmiliz), Spanien (Baskenland),Sri-Lanka (Tamil Tiger), Indien (zahlreiche ‚Konflikte mit Maoistischen Rebellen) …
    reicht wohl erstmal

  2. freudgermany says:

    @Helper: einige dieser Konflikte beruhen auf organisierter Kriminalität (Kolumbien, Mexiko, Kongo). Andere Beispiele (Burma, Spanien, Sri Lanka) stimmen insofern, als es gewalttätige Konflikte sind – aber nicht INTERSTAATLICH, wie es im Artikel heißt – das sind nämlich INNERSTAATLICHE Konflikte.
    Ich wollte ja auch nicht sagen, daß die Gewalt ein islamisches Phänomen ist. Ich will auch nicht sagen, daß Gewalt der islamischen Religion immanent ist. Ich will aber sehr wohl sagen, daß eine niedrige Hemmschwelle zum Einsatz von Gewalt der islamisch geprägten Kultur zunehmend immanent zu sein scheint. Es gibt diesen merkwürdigen Zwiespalt: auf der einen Seite ein sehr schnelles Beleidigtsein – beispielsweise, wenn in nicht-islamischen Ländern über Allah und Mohammed eben so geredet wird, wie wir in unseren Kulturkreisen reden dürfen, andererseits, und andererseits die anscheinend oder scheinbar latente Bereitschaft, jeden in die Luft zu sprengen, der von Allah und Mohammed nichts hält.
    Ich wünschte mir zweierlei: erstens, daß mehr Moslems Bücher läsen, die auch einmal etwas hinterfragen. Wäre „Der Name der Rose“ nicht ein herrlicher Einstieg? Und zweitens, daß jeder Antisemit, ob nun Moslem oder nicht, nach einer entsprechenden Straffälligkeit einmal zehn Tage nach Israel fahren muß. Von dort kehren die meisten recht erstaunt zurück.

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