Ronald Reagan

Am 6. Februar wäre Ronald Reagan 100 geworden. Er war der größte Präsident der USA nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Präsident, dessen Optimismus und Geradlinigkeit damals weite Teile der Welt begeisterte und heute noch weit mehr Menschen begeistern würde. Lange schon sind die Stimmen verhallt, die ihn als Schauspieler (in B-Movies, gar) herabwürdigen wollen.

Ronald Reagan war ein Präsident mit Prinzipien. Alleine das unterscheidet ihn zumindest vom gegenwärtigen Präsidenten Obama, von dem kaum jemand sagen kann, wofür er stünde. Er zwang die kommunistischen Staaten Europas, vor allem aber die UdSSR, in die Knie und gewann so den Kalten Krieg, ohne einen Schuß abzufeuern. Durch seine in der ganzen Welt über Radio Liberty gehörten Botschaften wurden Menschen, die unter der Knute des Kommunismus zu leben gezwungen waren, ermutigt.

Ronald Reagan erhielt viele Beinamen. Der große Kommunikator, der Teflon-Präsident (an dem nichts Negatives haften bleibt). Manches gelang ihm nicht (SDI – der Versuch, durch im Weltraum stationierte Satelliten Raketen mit Laser abschießen zu können, die auf die westliche Hemisphäre geschossen würden), anderes gelang ihm nicht gut – so hinterließ er ein gewaltiges Defizit im US-Haushalt. Aber gemessen an dem, was Ronald Reagan erreichte, fielen diese berechtigten Kritikpunkte weniger ins Gewicht:

  • Er holte die USA und im Zuge dessen auch Europa aus einer tiefen Rezession, die auch mit dem Namen Jimmy Carter verbunden wird
  • Er stellte den Ruf der USA nach der Demütigung durch Chomeini und die Geiselnahme der US-Bürger in Teheran wieder her
  • Er zeigte dem libyschen Diktator Muammar al-Ghaddafi die Grenzen dessen auf, was die Welt an Terrorismus zu ertragen bereit ist
  • Er stand wie kaum ein Politiker des Westens für die Werte der Freiheit: Freiheit der Rede, Freiheit der Religion, Freiheit des Unternehmertums und Streben nach Glück

Ronald Reagan war ein großer Präsident.

 

Folgende Videos sind sehenswert:

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2 Responses to Ronald Reagan

  1. Heinz Müller says:

    Ja, und er häufte Staatsschulden an wie niemals zuvor in der Geschichte der USA. Man kann ihn durchaus als den Urvater der US-amerikanischen Schuldenmacherei bezeichnen, die sich nach ihm bis heute durch fast alle Präsidentschaften durchgezogen hat. Eine Schuldenmacherei, die irgendwann mal noch der ganzen Welt um die Ohren fliegen wird. Vielen Dank dafür schon mal im voraus! Wäre er doch nur Schauspieler geblieben.

  2. freudgermany says:

    Das pseudo-hämische mit der Schauspielerei mußte ja kommen, nicht wahr? Als ob der erlernte oder ausgeübte Beruf irgendetwas mit der Qualifikation eines Menschen zum Politiker zu tun hätte… Jesus war Zimmermann, Mussolini war Lehrer, Hitler war nichts, Mohammed war Räuberhäuptling, Willy Brandt war (kriegs- und exilbedingt unvollendeter) Historiker, Stalin angehender Priester (im Nebenberuf Bankräuber und Mörder), Franz v. Papen war Kadett, Friedrich Ebert war Sattler, Gustav Stresemann war Lobbyist des Verbands deutscher Schokoladenfabrikanten und promovierte über den Flaschenbierhandel – was sagt das alles? Gar nichts, außer daß Menschen Berufe haben. Wer es wissen möchte, erfährt, daß Reagans erste politische Tätigkeit die des Vorsitzenden der Schauspielergewerkschaft war – und dadurch wird auch klar, wie er von seinem Beruf zu seiner Berufung fand. Jeder Versuch, hier mit Dreck auf ihn zu werfen, macht nur den schmutzig, der diesen Versuch unternimmt.

    Es ist zutreffend, daß Reagan das Haushaltsdefizit massiv erhöhte (das stand auch schon in dem Blog-Beitrag). Nicht richtig ist meines Erachtens, das als so ganz und gar schlimm zu bewerten, wie Heinz Müller das tat, denn: Staatsschulden sind nur ein anderer Aggregatszustand von Inflation. In dem immensen Wirtschaftswachstum, das unter Reagan begann (und das auch seine Gegner im zugute halten), ist eine gewisse Inflation nicht nur unvermeidlich, sondern wirtschaftspolitisch sinnvoll, verhindert sie doch in Verbindung mit den Maßnahmen der Zentralbanken eine Überhitzung und – vor allem! – eine Deflation.

    Die Welt fliegt niemals wegen ein paar Schulden um die Ohren. Sie wäre uns beinahe wegen der Kommunisten um die Ohren geflogen, und sie wird uns womöglich wegen der Islamisten um die Ohren fliegen. Aber bestimmt nicht wegen ein paar Dollar, auch wenn’s ein paar Billionen sind: wegen des Geldes wird’s nicht passieren.

    Ein Präsident wie Reagan, der nicht nur seiner Nation Hoffnung, Zuversicht und Aufbruchsstimmung vermittelte, täte heute nicht nur den USA, sondern auch allen Ländern gut, die sich von ihnen noch nicht abgewandt haben.

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