He’s Barack Obama, he came to save the world

Nein, er ist kein guter amerikanischer Präsident. Er ist ein guter Redner, und er ist – mehr als Ronald Reagan es wohl jeweils war – der Teflon-Präsident schlechthin: Keine schlechte Nachricht bleibt an ihm haften.

Er ist deswegen ein schlechter Präsident, weil er seine Versprechungen meist nicht nur nicht erfüllt, sondern das Gegenteil wahr gemacht hat. Er hat die Wirtschaft nicht in Gang gebracht (was natürlich nie das Werk eines einzelnen Menschen ist, aber das ist eben das Schicksal des Mannes an der Spitze, daß ihm dies zugerechnet wird – oder nicht).

Am schlimmsten aber ist, daß Obama international Positionen seiner Vorgänger räumte, ohne eigene, neue Positionen einzunehmen. Man kann Positionen verändern, aber einfach aufgeben soll man sie nicht. In der islamischen Welt von Kairo bis Islamabad wird über Obama vor allem eines: gelacht. Seit seinem peinlichen, sich anbiedernden Auftritt vor der Kairoer Universität vor zwei Jahren nimmt ihn dort niemand mehr ernst. Während Bush recht viele Menschen auf bedenklicher Grundlage festnehmen und nach Guantanamo Bay schaffen ließ, läßt Obama sehr viele Menschen durch gezielte (Marschflugkörper-) Einsätze töten. Während Bush die Solarförderung in den USA durch ein Gesetz vom 03.10.2008 auf den Weg bracht, brachte Obama sie bisher nicht voran – obwohl er das am Tage seiner Amtseinführung auf der Homepage des Weißen Hauses als eine der dringlichsten Aufgaben bezeichnete. Obama ist inkonsequenz, läuft zu sehr tagesaktuellen Umfragwerten hinterher. Unter George W. Bush waren die USA streitbar – und keineswegs so isoliert, wie Schröder und Chirac das den Rest Europas glauben machen wollten; besonders jene Staates Mittel- und Osteuropas, die sich erst vor einigen Jahren von der Knute des Kommunismus frei machten, haben noch ein Wertesystem, in dem Freiheit eine besondere Stellung inne hat.

Unter Obama sind die USA versucht, everybody’s darling zu sein – und sind am Ende jedermanns Depp vom Dienst. Wer es allen recht machen will, macht es am Ende niemandem mehr recht.

Wer aber sollte ihn ablösen, nachdem Hillary Clinton ihren Rückzug angekündigt hat (was ich bedaure)? In der eigenen Partei niemand mehr, nachdem er gestern seinen Willen zur Wiederkandidatur erklärte. Und von den Republikanern? Auch wenn er (wie alle anderen) es noch von sich weist, tippe ich aus heutiger Sich auf Jeb Bush. Der könnte ein ordentlicher Präsident werden, der Amerikas Stärken wiederherstellt und nicht, wie Obama, schwächt. Man wird sehen. Jeb Bush wird auch von Politikern der demokratischen Partei geschätzt und respektiert – ein wichtiger Aspekt bei der notwendigen Wiederherstellung des amerikanischen Selbstbewußtseins. Diese Nation, die mehrfach die Welt aus den schlimmsten Krisen und vor den schlimmsten Bedrohungen rettete, die einen Wilhelm II, vor allem aber einen Hitler überwand, die einem Stalin widerstand und einem Mao Grenzen zog, hat keinen Anlaß, vor den Bedrohungen unserer Zeit zurückzuweichen, wie Obama dies tut. Man wird sehen, ob Jeb Bush kandidiert.

Nachtrag im Oktober 2011: Jeb Bush kandidiert nicht, wie seit längerem bekannt ist. Aber dafür kandidiert Herman Cain, und darüber bin ich froh.

 

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