„Wenn“ und „falls“

Volker Kauder stellte gestern richtig fest: „Der Islam ist nicht Teil unserer Tradition und Identität in Deutschland und gehört somit nicht zu Deutschland … Muslime gehören aber sehr wohl zu Deutschland. Sie genießen selbstverständlich als Staatsbürger die vollen Rechte.“ Dem ist an sich nichts hinzuzufügen.

Dann aber kommt Kenan Kolat, SPD, seines Zeichens Vorsitzender der „türkischen Gemeinde in Deutschland“. Ich will jetzt nicht darüber nachdenken, daß ich die Bezeichnung dieser Vereinigung für höchst problematisch halte, kündet sie doch von einem schon an sich integrationsfeindlichen Impetus – da sie sich eben als eine Parallelgemeinschaft, eine eigene „Gemeinde“, definiert. Nein, davon mag ein andermal die Rede sein. Heute geht es um das, was der Sozialdemokrat Kolat in Bezug auf die Koranverteilung durch die Salafisten in deutschen Städten sagt. Das ist dieses: „Wenn es aber Gewaltverherrlichung gibt, wenn es gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung geht, dann gibt es polizeiliche Maßnahmen, wie man dagegen vorgehen kann.“ Nun ist mir nicht bekannt, ob Herr Kolat ein gläubiger Moslem ist. Falls er einer ist, dann könnte er folgendes wissen:

Im Koran steht das Wort „töten“ 187 mal. Das mag nicht besonders häufig sein, und im Neuen und Alten Testament steht es gewiß nicht seltener. Jedoch steht der Befehl „Töte!“ 25mal im Koran. Und das ist dann schon bemerkenswert.

Würde Mohammed ein lebendiger Mensch sein, wäre seine „Partei“ wohl die verbotenste Partei überhaupt. Da er tot ist und das ganze unter „Religion“ firmiert, gelten andere Regeln.

Deswegen sollte Herr Kolat erkennen: Es geht nicht um die Frage, ob oder ob nicht („wenn“) etwas gewaltverherrlichendes im Koran steht. Es geht um die Frage, wie wir damit umgehen, daß der Koran zur Gewalt aufruft und sich allzu viele islamische Verbände oder Verbände von Moslems – also etwa türkische Verbände – davon nicht distanzieren und bekennen („falls“): Was im Koran steht, ist an vielen Stellen inhuman, falsch und wird auch als religiöse Forderung nicht mehr anerkannt.

So, wie Christen und Juden das mit der Bibel machen. Wie wär’s?

 

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One Response to „Wenn“ und „falls“

  1. Primo Obtineo says:

    Der Islam ist keine Religion sondern eine gefährliche Ideologie!
    Der Herrschaftsanspruch des Islam sowie die dazu gehörende Rechtssprechung hat in einer einzigartigen Weise Religion und Justiz verschmolzen. Für die islamische Gesellschaft zählt der Prophet Mohammed als zentrales Vorbild. Dieser war aber keineswegs ein pazifistisch-religiöser Verkünder, sondern Despot eines Staates der z.B. Angriffskriege führtek, Attentate an Kritikern in Auftrag gab. Er kämpfte mit brutaler Gewalt gegen Andersgläubige, vor allem gegen Juden.
    Dieser Prophet gilt für alle Muslime als Vorbild, als Mensch der angeblich absolut fehlerfrei und tadellos gelebt haben soll. Hinzu kommt die generelle Unterdrückung der Menschenrechte durch allerlei islamische Verhaltensnormen – Heiratsverbot von islamischen Frauen mit sogenannten Ungläubigen – Bekleidungsvorschriften (Kopftuch) u.s.w. In diesem Zusammenhang sei all den Personen, die aus der Hand der Salafisten ein Massenexemplar des Koran angenommen haben, als Anschauung zu empfehlen, die Suren 9,Vers 5 sowie 4,Vers 89 zu lesen.
    Machen wir uns nichts vor, die Abgrenzung des Islamismus vom Islam dient nur dazu, um den Islam vom Gewaltvorwurf zu entlasten. Es gibt keinen moderaten oder nicht-moderaten Islam, Islam ist Islam und dazu gehören auch die Salafisten. Selbst der türkische Ministerpräsident Erdogan betont immer wieder, dass es nur einen Islam gibt.

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